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Mein Leben ...

Ich bin in eher normalen Verhältnissen groß geworden. Mit meinen Eltern und meinem Bruder wohnten wir in einem Randgebiet einer Großstadt. Soweit ich weiß war ich immer ein aufgeschlossenes, fröhliches Kind. Mein Bruder zog früh weg und ich konnte fast immer tun und lassen was ich wollte, da meine Eltern eh meist arbeiten waren und es sie nicht groß zu interessieren schien was irgendwer außer sie selbst trieben. Mein Dad war viel arbeiten und wenn er daheim war trank er und meine Mom war arbeiten oder starrte in Ihren TV. An sich war das ganz cool, denn wer hat schon so viele Freiheiten im Kindes-/Jugendalter. Es mangelte mir an nichts, da ich Geld oder Klamotten usw. bekam wenn ich es brauchte, nur das menschliche kahm irgendwie nicht an. 

Mit dem wechsel der Schule fing ich an zu Rauchen, zu Trinken und mich zu Ritzen, genoss das Leben und hasste typischerweise die Schule. Zu dieser Zeit ging ich auch das erste Mal in einen Jugendclub. Das war wahrscheinlich das Beste was mir passieren konnte. Es war ein von Sozialpädagogen betreuter Club und ich verstand mich auf Anhieb mit dem Betreuer M. super. Mit der Zeit wurde er wie der Dad den ich nie hatte für mich, einer der immer ein offenes Ohr hatte, aber trotzdem für jeden Blödsinn zu haben war, mich aber auch oft in die Schranken wies. Durch diesen Club habe ich viel gelernt und viele neue Erfahrungen gemacht.Das Familienleben mit meinen Eltern und unter ihnen belief sich darauf, dass jeder den anderen in Ruhe lässt und sein Ding macht.

 Ja die Pupertät ist ein schwieriges Alter. Trinken, Rauchen, Ritzen und jede Woche nen anderen Freund und dann fängt man auch noch an die Welt und das Leben zu hinterfragen. War ne chaotische Zeit. Dann lernte ich auch noch die Freundin C. von M. kennen und meine Welt stand Kopf. Mehr oder weniger fremde Menschen, denen es auf einmal wichtig war, was ich mache und das was aus mir wird. Mei gab das oft Ansagen von denen und wie habe ich sie gehasst, aber wie Recht sie doch hatten.

Mit der Ausbildung setzte dann auch mein Verstand wieder ein. Das mit dem Trinken war nun durch und den alten Kumpels wurde abgeschworen. Allerdings wollte ich auch da schon gern die Welt verstehen. Wieso sie so ist und was das alles für einen Sinn hat, dabei habe ich es nicht einmal geschafft meine Familie zu verstehen. Mein Bruder der irgendwie mal wichtig für mich war, war wie verschollen und meine Eltern und ich lebten weiter wie Fremde zusammen. Ich habe echt versucht es zu verstehen, vorallem weil mir M. und C. das erste Mal das Gefühl von Geborgenheit und Wertschätzung gezeigt haben und das irgendwie komisch war.

Mit der Zeit trennten sich meine Eltern dann doch und ich musste mit zu meiner Mom ziehen, was viel Stress gab und dann bin ich relativ bald in eine eigene Wohnung, das ist es nicht wert hier weiter auszubauen. In der Zeit ging der Terror richtig los. Ich kahm eh schon schwer klar mit der Welt und dann auf einmal sollte ich mir die Probleme von beiden anhören und sie am besten auch noch weg hexen. 

Juhu Ausbildung zumindest gut abgeschlossen und immerhin für Minimallohn ausbeuten lassen, aber immerhin noch ne Weile nen Job gehabt, dass ist in der Gegend echt nicht einfach. Ich kann M. und C. nie genug dafür danken, dass sie mich immer wieder aufgerichtet haben und mir in Ar*** getreten haben, wenn ich es bräuchte, denn dann wäre ich jetzt woanders ... mit ner Flasche Bier vorm Aldi oder so ...

In der Zeit wurde meine Mom komisch und meine Tante fing an zu forschen. Dann die Nachricht sie hat Chorea Huntington. Ich hatte zu der Zeit keinerlei Kontakt zu meiner Mom, weil da irgendwie zu viel zwischen uns stand ... weiteres dazu in dem Eintrag: Ich versuche über eine sich leise anschleichende Krankheit zu schreiben ...

Zu der Zeit wurde es auch mit meinem Dad und dem Alkohol so richtig heftig. Er war Kraftfahrer und ich hätte ihn so gern angezeigt, aber ich konnte es nicht. Lieber kämpft man jeden Tag mit der Angst, dass er jemand überfahren hat oder so ... Immer öfter rief seine Nachbarin an, dass er wieder besoffen in die Arbeit will, oder er selber rief an weil er nicht wusste wo er in seinem Suff gelandet ist oder seine Küche samt seinen Händen halb abgefackelt hat beim kochen und ähnliche Aktionen.

 In der Zwischenzeit lernte ich meine Tante P. kennen. Ich hatte sie ewig nicht gesehen. Eine so tolle Frau, dass ich kaum glauben konnte, dass sie zu dieser Familie gehört. Auch sie hatte viel durch gemacht, ist aber weggezogen und hat ihr Leben unter Kontrolle bekommen. Und sie führte ein gutes Leben weit genug weg von hier. Im Sommer war ich sie mal für ne Woche besuchen, dass war komisch, aber auch toll. Man ist Verwandt, aber sich doch so fremd. Die Umstände in denen wir uns kennenlernten waren schwierig, aber wir schrieben viele Briefe und lernten so unsere Familie beide neu kennen.In der Zeit starb auch noch ein guter Bekannter unverhofft mit Anfang 40 :-( Er war ebenfalls wie ein Vater zu mir und wir haben viel zusammen erlebt. Er hat mir viel gelernt und wir hatten viel Spaß. Ich vermisse dich S.

Mit der Zeit wurde ich arbeitslos und fand keinen Job mehr, was meine Stimmung nicht gerade besserte und das Chaos in meinem Kopf wurde nicht weniger. Meine Mom kahm ins Heim und ich besuchte sie 3 mal die Woche. Nein ich mochte sie auch zu der Zeit nicht, aber ich wollte ihr in der age auch keine Vorwürfe machen und fühlte mich, wie auch heute noch nunmal verpflichtet. Mein Dad machte zu der Zeit weiter wie bisher und ich fing nach langem Kampf mit dem Amt eine neue Ausbildung an.

 Dann drehte ich ganz durch... Ich schmiss die Ausbildung und kündigte meine Wohnung und beschloss zu meinem Bruder woanders hin zu ziehen, wovon bis dahin auch nur mein Bruder wusste. Ich konnte und wollte nicht mehr und kahm einfach nicht mehr klar. Ich hatte vorher so gut wie keinen Kontakt zu meinem Bruder und dachte echt er hat sich geändert, aber dazu später mehr.

Alles soweit geklärt und ins Rollen gebracht, dann der lang erwartete Anruf... Mein Dad hat mit dem LKW im Vollsuff eine Ampel umgefahren.  Zum Glück nur ne Ampel, aber nu ging das Chaos nochmal richtig los. Er war von jetzt auf gleich seinen Job und seinen Führerschein los und Nervlich am Boden und ich hätte ihm am liebsten in die Fresse gehauen, aber kann sowas nicht und hab ihn wieder aufgebaut und zum Entzug überredet. Somit Zeitverzögerung meiner Pläne da der Entzug 3 Monate dauert, da ich ihm das zu der Zeit nicht auch noch antun wollte und sich jemand um seine Katze kümmern musste. Also keine Kohle und in seiner Wohnung penn, weil das ja alles anders geplant war.

Dann Hoffnung in Sicht... Dad's Entzug fast zu Ende, mit meiner Tante die Situation abgeklärt, weil sie sich ja dann alleine um meine Mom kümmern musste und Umzug geplant. Und dann der nächste Schlag. Meine Tante P. zu der ich gerade ein Verhältniss aufgebaut hatte ist plötzlich mit nichtmal 50 Jahren gestorben :-( Und das meinem Dad nun auch noch erzählen. Naja lief alles besser wie geplant. Beerdigung und dann kahm er auch wieder heim und ich konnte weg.

C. und M. waren garnicht begeistert von meinem Plan vor meinen Problemen zu fliehen, aber zu der Zeit hatten auch sie keine Chance irgendwie an mich ranzukommen.

Also los ging es. Das ist nun fast 4 Jahre her. Eine Arbeit war schnell gefunden. An der habe ich heute noch Spaß und sie wird gut bezahlt. Die erste Zeit habe ich bei meinem Bruder gewohnt und das erinnerte mich sehr an meine Eltern. Das war wie bei Fremden zu wohnen und das obwohl er mit seiner Frau und den Kindern untereinander so liebevoll war. Komische Situation halt. Dann ging es schnell Bergauf, eigene Wohnung, Führerschein, neue Bekannte ...

Aber die Vergangenheit holt einen immer wieder ein... Ich habe im Nachhinein viel über meine Familie gelernt, aber doch nicht genug erfahren um zu verstehen, warum es so ist und war wie es ist und war...

Aktuell geht es mit meiner Mom weiterhin langsam bergab, aber es zieht sich so hin. Mein Dad hat sein Leben wieder gut unter Kontrolle, ist trocken und hat auch wieder einen Job. Zu meinem Bruder und seiner Familie habe ich so gut wie keinen Kontakt, obwohl sie nur 10 Minuten entfernt wohnen, aber irgendwie sind wir zu verschieden. Mir geht es meistens gut und ich habe auch hier gute Freunde gefunden.

Ich habe lange gekämpft ob ich bleibe und mein Leben auf die Reihe bekomme oder ob ich zurück gehe und da mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder alles im Chaos versinkt ... Es gibt immer gute und schlechte Zeiten. Es ist immer wieder ein hin und her gerissen sein. Solange man gut beschftigt ist, ist alles gut, aber wenn man zu viel Ruhe hat wird der Kopf immer und immer lauter und gibt keine Ruhe mehr ... So wie jetzt halt ... aber es geht auch wieder vorüber.

Nun habe ich so ziemlich alles offen gelegt und der ein oder andere versteht jetzt vielleicht dieses Chaos in meinem Kopf ...

 

 

 

 

2.8.15 03:44
 


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